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Kanzlei für englisches Insolvenzrecht

Insolvenzen in Deutschland sind längst kein rein nationales Thema mehr. Immer mehr Insolvenzverfahren werden im Ausland geführt. Seit einigen Jahren hat die sogenannte “EU-Insolvenz” – insbesondere eine Verbraucherinsolvenz in England – an Popularität unter deutschen Staatsbürgern gewonnen. Das englische Insolvenzrecht ermöglicht die Restschuldbefreiung nach maximal zwölf Monaten, anstatt nach sechs Jahren, wie in Deutschland üblich.

Unsere Leistungen für Insolvenzverfahren in UK

Oberstes Gebot für die Kanzlei Daniel G. Lawlor Solicitor in Heinsberg und Siegburg ist die kompetente Vorbereitung und Durchführung des englischen Verbraucherinsolvenzverfahrens mit dem Ziel, etwaigen rechtlichen Problemen noch während der Vorbereitungsphase entgegenzutreten.

  • Ob die im Ausland zu beantragende Privatinsolvenz für Sie überhaupt in Frage kommt, wird eingehend und unverbindlich geprüft
  • Soweit unerwartete rechtliche Probleme während des in UK durchgeführten Insolvenzverfahren auftreten, wird frühzeitig versucht, diesen kompetent und nachhaltig zu begegnen
  • Die englische Zulassung als Solicitor ermöglicht die Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen vor dem zuständigen englischen Insolvenzgericht.

 

Die Gesamtkosten einer Rechtsberatung sowie der Vorbereitung eines Antrages auf Privatinsolvenz in UK betragen i.d.R. unter EURO 2.900,00 netto. Soweit zusätzliche Unterstützung erforderlich sein sollte, kann diese individuell angeboten werden.

VERBRAUCHERINSOLVENZ IN ENGLAND – WICHTIGE REFORM 2016

Seit dem 06. April 2016 gilt für die Verbraucherinsolvenz (EU-Insolvenz) in England eine neue gesetzliche Regelung.
Diese Reform hat insbesondere für diejenigen deutschen Staatsbürger, die ein EU-Verbraucherinsolvenzverfahren in England in Betracht ziehen, rechtliche und praktische Auswirkungen.
Ein Hauptziel der Reform ist die Unterbindung einer missbräuchlichen Inanspruchnahme der EU-Insolvenz in England (Stichwort: Insolvenztourismus).

Folgende Neuerungen gelten seit April 2016:

  • Anders als bisher werden Verbraucherinsolvenzanträge nicht mehr bei Gericht gestellt, sondern online direkt bei der englischen Insolvenzbehörde (dem Insolvency Service).
  • Ebenfalls neu ist die detaillierte Prüfung aller Angaben vor Eröffnung des Verfahrens.
  • Rückfragen per Email, die in englischer Sprache erfolgen und entsprechend beantwortet werden müssen, werden von der Insolvenzbehörde während der neuen Prüfungsfrist von 28 Tagen gestellt.
  • Falsche und/ oder nicht vollständige oder unklare Rückantworten führen meist zu einer Ablehnung des Insolvenzantrages.
  • Selbst nach Eröffnung des Verfahrens und Erteilung der Restschuldbefreiung, die weiterhin nach maximal 12 Monaten erfolgt, kann für den Fall falscher Angaben des Insolvenzantragstellers die Erteilung der Restschuldbefreiung rückgängig gemacht werden.
  • Selbständige können im Zuge der Reform Verbraucherinsolvenzanträge erst nach frühestens 3 Monaten stellen.

Stellen Sie Ihre Frage einem englischen Solicitor.

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Vorsicht vor unseriösen Anbietern

Bekanntlich kursieren seit Jahren im Internet diverse Angebote von meist unseriösen Anbietern, die das EU-Verbraucherinsolvenzverfahren zu Pauschalpreisen ohne jegliche Schwierigkeiten und manchmal sogar mit einer Erfolgsgarantie anbieten.
Seit dem 06. Juni 2016 ist es erheblich schwieriger, als „Insolvenztourist“ die Rechtschuldbefreiung in England durch eine EU-Insolvenz Bankruptcy Proceedings zu erhalten.
Denn treten Probleme auf, sind diese Anbieter nicht bei dem zuständigen englischen Gericht zugelassen und folglich auch nicht in der Lage, den Insolvenzantragsteller dort zu vertreten.
Um einen englischen Verbraucherinsolvenzantrag (EU-Insolvenz Bankruptcy Application) optimal vorzubereiten, müssen die jeweiligen Umstände des Antragstellers gesondert vorab geprüft und die geeignetste Vorgehensweise gesetzeskonform abgestimmt werden.
Der englische Verbraucherinsolvenzantrag soll einer kritischen Prüfung standhalten.
Selbst nach der Gesetzesreform gilt folgendes:

  • Die Restschuldbefreiung wird erteilt nach maximal zwölf Monaten
  • Die Verfahrenskosten sowie der Verfahrensablauf sind vergleichbar vorteilhaft
  • Die grenzüberschreitende Wirkung der Restschuldbefreiung besteht fort
  • Das Recht eines EU-Bürgers, einen Insolvenzantrag in einem anderen EU-Land zu stellen, in dem er den „Mittelpunkt seiner hauptsächlichen Interessen“ („Centre of Main Interests“ oder „COMI“) hat, bleibt unberührt und legal

Es sollte immer beachtet werden, dass Insolvenzgläubiger nach wie vor und auch noch nach Jahren über rechtliche Möglichkeiten verfügen, in England und Deutschland gegen einen Missbrauch der EU-Vorschriften vorzugehen.
Online Anbieter, die einen Pauschal-Insolvenztourismus anbieten, sind den englischen Insolvenzbehörden und Gerichten bekannt.
Bei einer späteren Überprüfung des Verfahrens ist es daher nicht hilfreich, wenn der deutsche Antragssteller das Pauschalangebot eines bekannten Online-Insolvenztourismusanbieters in Anspruch genommen hat.
Die Kontaktaufnahme und Rechtsberatung durch einen englischen Rechtsanwalt (Solicitor), der auf dem Gebiet des englischen Insolvenzrechts über viel Erfahrung verfügt, ist hingegen nicht zu beanstanden. Durch eine Rechtsberatung entsteht nicht der Eindruck des Insolvenztourismus. Nach der Reform ist sie daher noch wichtiger als zuvor.
Aufgrund des Ergebnisses des Brexit-Referendums vom 23.06.2016 sollten deutsche Verbraucher, die ein Insolvenzverfahren (EU-Insolvenz) in England als potentielle Lösung für Ihre finanziellen Probleme in Betracht ziehen, allerdings kurzfristig handeln.
Da die Mehrheit der Bevölkerung im Vereinigten Königreich für den Brexit (EU-Austritt) gestimmt haben, ist die Beendigung der EU-Mitgliedschaft nur noch eine Frage der Zeit. Nach derzeitiger Einschätzung wird der EU-Austritt voraussichtlich Ende 2018 vollzogen sein.
Folglich sollte der Antrag (Bankruptcy Applications) in 2016, spätestens aber in 2017 gestellt werden.

Bei Fragen zum englischen Insolvenzrecht können Sie sich gern melden.

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